Herzlich Willkommen in meiner kleinen "MuckelchenOase"!
In Dresden, mitten in der Stadt, bewirtschafte ich zwei kleine Pacht/Schrebergärten von ungefähr 400 qm.
Der Grundgedanke ist die Selbstversorgung mit saisonalem frischem Obst und Gemüse aus eigenem Anbau.
Ich möchte eine "kleine" Selbstversorgung erreichen, lernen wie man Obst und Gemüse anbaut, pflegt, erntet und verwertet. Gleichzeitig soll mein Garten ein Ort der Ruhe sein, ein Plätzchen wo ich mich zurückziehen und die Seele baumeln lassen kann.
Ich lade euch ganz herzlich dazu ein Teil meiner Erfahrungen, Projekte, Erfolge und Niederlagen zu werden.
Begleitet mich gerne ein Stück auf meinem Weg zur Selbstversorgung mitten in der Stadt, ich würde mich freuen!

Euer MuckelchÖn

Freitag, 6. März 2015

Pflanzplan für den Gemüsegarten....

Ja er ist fertig, der diesjährige Pflanzplan für unseren Gemüsegarten.
 

 
Wie schon in den letzten Jahren hat mich diese Aufgabe mal wieder über Wochen beschäftigt und an den Rand des Wahnsinns gebracht. Ich hab mir die Haare gerauft, nachdenklich an meinen Nägeln gekaut, vor Frust in die Tischkante gebissen und unzählige Rohfassungen in der Luft zerrissen. Manchmal lag ich auch einfach nur mit dem Kopf auf dem Tisch und schaute den leeren Blättern dabei zu wie sie sich durch meine Atmung immer weiter von mir fort bewegten. Überrascht war ich als ich sah wie weit so ein Stück Papier fliegen kann wenn man plötzlich niesen muss, lach.
Aber zurück zum Thema, es ist nicht so einfach einen Gemüseplan zu erstellen, man muss so vieles bedenken, welche Gemüsesorten vertragen sich, welche eher weniger, welche Sorten brauchen viel Licht, welche könnten etwas im Schatten stehen, welche brauchen viele Nährstoffe und Wasser, welche eher nicht? Fragen über Fragen. Auch die Größe und der Standort ist wichtig, welche Pflanzen werden recht groß und könnten den Anderen das Licht nehmen, wo stand letztes Jahr was und was kann ich nach dieser und jener Sorte dort in diesem Jahr anpflanzen.
Geht euch das auch so oder mach ich es mir einfach zu schwer?
Aber nun ist er fertig und mein bestelltes Saatgut ist auch schon da, freu.
 

 
Hier eine allgemeine Erklärung des Plans  von A bis X
A: Wasserspeicher
B: Kompost
C: Pool
D: Johannisbeeren
E: Brombeeren
F: Himbeeren
G: Stachelbeeren
H: Heidelbeeren
I: Wein
J: Sauerkirsche
K: Süßkirsche
L: Birne
M: Pflaume
N: Apfel
O: Aprikose
P: Pfirsich
Q: Quitte
R: Rhabarber
S: Kiwis
T: Flieder
U: Jostabeere
Ua: Kräuterschnecke
V: Holzschauer
W: Feuerstelle
X: Mini-Teich
 

 
Der Plan für die Beete von 1 bis 19
1: Rote Bete, Dill, Buschbohnen
2: Rote Bete, Dill, Buschbohnen
3: Erdbeeren, Ringelblumen
4: Buschbohnen, Bohnenkraut
5: Sellerie
6: Buschbohnen, Bohnenkraut
7: Aubergine
8: Gurken, Fenchel, Dill, Basilikum
9: Bunter Zuckermais, Erbsen
10: neues Kräuterbeet
11: Stangebohnen, Tomaten, Kapuzinerkresse, Knollensellerie
12: Erdbeeren, Ringelblumen, Spinat
13: Zucchini mit Zwiebeln und Basilikum
14: Erdbeeren, Zwiebeln, Salat
15: Mangold, Blumenkohl, Mairübchen
16: Tomaten, Petersilienwurzel, Paprika
17: Erbsen, Möhren, Dill, Spinat
18: Kartoffeln, Kümmel, Mais, Buschbohnen
19: Wirsing mit Sommerblumen
 

 
Sonstige Pflanzungen:
Wie ihr vielleicht schon gesehen habt wird bald ein neues Kräuterbeet entstehen, die Nr. 10. Bisher waren die meisten Kräuterpflanzen  im Beet  Nr. 18 untergebracht, der sich aber als nicht ganz optimaler Standort herausstellte , darum werden von dort nun bald alle Pflänzchen umziehen und auch ein paar neue Nachbarn bekommen, wie Kümmel, Teefenchel, Bergbohnenkraut, Kamille usw.
Zum Spargel pflanze  ich dieses Jahr weißen Mohn und Kamille, das wird sicherlich ein kleiner Blickfang.
Zum Rhabarber gesellen sich die zwei Physalis Pflanzen vom letzten Jahr, noch stehen sie zu Hause auf dem Fensterbrett, aber sie treiben schon kräftig aus.
Ein paar Rotkohlpflanzen werde ich wieder zu den Dahlien setzten, sah letztes Jahr recht witzig aus.
Die Himbeeren werden erneuert, alle alten Pflanzen kommen raus und werden durch zwei neue Herbstsorten ersetzt. Der Ertrag in den letzten zwei Jahren war einfach nicht der Brüller, die Beeren waren keine richtigen Beeren sondern irgendwie seltsam verunstaltet. Die Pflanzen haben aber auch bestimmt schon 30 Jahre auf dem Buckel, vielleicht liegt es daran.
Wegen der hohen Nachfrage an Gelee werde ich mir bald noch eine schwarze Johannisbeere kaufen, lach, meine Mutter wird sich freuen!
Zumindest  freue ich mich schon wie verrückt auf den warmen Frühling, ich kann es kaum erwarten mit der Gartensession zu beginnen,  meine Hände wollen endlich wieder in der Erde wühlen, hibbel.
Aber etwas werde ich mich wohl noch gedulden müssen, noch ist es zu kalt da draußen, aber für dieses Wochenende werden schon bis zu 20 Grad voraus gesagt, ob das wohl stimmt?
Euch wünsche ich zumindest noch eine tolle Woche und ganz viel Sonnenschein…..

 
 
...Euer MuckelchÖn
 
 

Montag, 19. Januar 2015

Baumanstrich....

Wenn es bei uns schon nicht schneit, malen wir eben unsere Bäume weiß an!



Nein, natürlich ist das nicht der Grund für unseren Baumanstrich und da ich gestern den ganzen Tag mit dem MuckelchenMann damit beschäftigt war unsere Obstbäume erneut zu bemalen, dachte ich so....schreibste mal drüber und erklärst warum wir uns diese Arbeit eigentlich machen, zwinker.



In den letzten Jahren wurde ich immer mal wieder gefragt warum wir denn bitte unsere Bäume so verunstalten würden, weiße Farbe an jedem Baum, so etwas sieht doch nicht schön aus.



Natürlich machen wir das nicht aus optischen Gründen, wenn dann würde ich sie schon rot anmalen und mit weißen Punkten versehen, das wäre dann mal ein Hingucker, lach!


Gleich am Anfang möchte ich darauf hinweisen das ihr hierfür keine weißen Farbreste von eurem letzten Wohnzimmeranstrich verwenden könnt. Für Bäume sollte man einen richtigen Bio-Anstrich verwenden. Diese gibt es fertig zu kaufen, oder aber man stellt ihn selbst her. Letztes wollte ich eigentlich machen, aber die Originalrezepte beinhalten alle frische Kuhfladen welche auch noch aufgekocht werden müssten und mal ehrlich....nee, wo bitte sollte ich das machen, in meiner Küche? 

Da greif ich doch lieber zum Fertigprodukt.



Ich verwende nun schon im dritten Jahr den Baumanstrich von Neudorff und bin sehr zufrieden damit. Er beinhaltet unter anderem; Gesteinsmehl, Kräuterextrakte sowie Eisen, Kalk und Magnesium.




Und wozu soll das nun gut sein?


Der Anstrich hat mehrere Gründe, man verwendet ihn um Frostrisse zu verhindern, die durch die großen Temperaturunterschiede im Winter entstehen können. Wenn die Nächte PoPokalt sind und in den Mittagsstunden dann jedoch mollig warm die Sonne scheint, entstehen Spannungen im Rindengewebe die zum Platzen der Rinde führen können. Besonders bei jungen Bäumen kann das schnell passieren. Die weiße Farbe sorgt also dafür das sich die Rinde nicht erwärmt und platzen
kann.

 

Bei unserem zweiten Garten kann man das sehr gut sehen, hier hat jeder Baum ziemlich große Frostrisse, die Bäume sind nun vielleicht 3-5 Jahre alt und sehen schon ziemlich ramponiert aus.



Durch die Risse können sich schnell Pilze und Schädlinge einnisten, der Baum kann also ernsthaft erkranken.


Der Anstrich sorgt auch dafür das Wunden am Baum schneller heilen, die Rinde erneuert sich bei regelmäßiger Anwendung und wird dadurch glatter, elastischer, Schädlinge können dadurch nicht mehr so einfach ihre Eier ablegen und die nächste Ernte zerstören. Flechten und Moosbildung wird verhindert und der Baum wird gleichzeitig mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wenn sich der Anstrich über die Monate langsam abspült und in die Erde gelangt. Also Dünger pur!


Der erste Anstrich erfolgt bei frostfreiem und trockenem Wetter im November, der zweite Anstrich im Januar bis Februar, ebenfalls bei trockenem und frostfreiem Wetter. Das wiederholt man dann jedes Jahr.


Wichtig! 
Bevor man mit dem Anmalen beginnt muss man den Baum reinigen. Für alte Bäume kann man eine Drahtbürste verwenden, junge Bäume werden nur mit einem Handbesen abgekehrt, sonst verletzt man die Rinde. Mit der Drahtbürste oder dem Besen reibt man den Stamm und die Hälfte der Hauptäste gründlich ab. Lose Rindenstücke abbürsten und besonders sorgfältig die Risse und Unebenheiten reinigen, denn dort verbergen sich die Eier von Schädlingen. Die Reste vom Letzten Anstrich genauso gut abbürsten, sonst hält der Neue nicht richtig.





Dann kann es losgehen...
 Der Baumstamm wird komplett gestrichen, auch unbedingt darauf achten das der Stamm bis ganz zur Erde runter weiß sein muss, also nicht den Stamm 10 Zentimeter über der Erde frei lassen, sondern komplett weißen! Die Hauptäste sollten bis zur Hälfte angemalt werden, darauf achten das ihr frische Knospen frei lasst, nicht übermalen, Risse und Unebenheiten müsst ihr richtig ausmalen, damit sich nicht wieder neue Schädlinge einnisten können und dann habt ihr es auch schon geschafft.





Probiert es einfach mal aus....




Mit einem ersten Frühlingsgruß aus der MuckelchOase wünsch euch nun einen tollen Start in die Woche...





...euer
MuckelchÖn